HOLE OF FAME


Es wird eröffnet.
Wir sind jetzt offiziell Teil einer Laden- und Ateliergemeinschaft mit Juli-Yeah (KB39), David Campesino und Kids Artwork.
Den sagenhaften Namen unserer Vormieter haben wir beibehalten, vielleicht dem Anlitz der Königsbrücker zu liebe – Veränderungen sind für viele nur sehr schwer zu ertragen, vielleicht aber auch, weil wir uns immer noch nicht sicher sind ob damit das Loch des Ruhms oder das Ehrenloch gemeint sein könnte. In beiden Fällen ist die vage Obszönität des Titels mit einer undefinierbaren Anziehungskraft gepaart, die hoffentlich auch bald euch, liebe Leserinnen und Leser, nicht mehr loslassen wird.

Am Samstag gehts los, 19 Uhr, seid dabei!

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Drunken Yoga


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DiletTanten

Man ist sich doch für nichts zu schade! Anlässlich des diesjährigen Filmfestivals Dogs, Bones & Catering läuft heute Abend unser Film Drunken Yoga gemeinsam mit allen anderen Einreichungen in der Schauburg. Ein kleiner Eindruck vom Drehtag…

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NEUE.DEUTSCHE.SCHULE

Nach den vergangenen 3 Wochen sind die Fakten nun etwas klarer und die Prognose um die Veranstaltung NEUE.DEUTSCHE.SCHULE gar nicht so rosig. In mehreren Gesprächen mit Vertretern der Stadt Dresden (Kulturamt), dem Kulturbüro und der Sparkassen-Stiftung wurden wir nun stets gebeten, die Veranstaltung zu verschieben und im nächsten Jahr durchzuführen. Derzeit ist es einfach nicht mehr im Rahmen öffentlicher Fördermöglichkeiten. Dieser Bitte von seitens der Förderstellen, die Veranstaltung im nächsten Jahr zu machen möchten wir damit nachkommen.

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We will rock you!

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Kellerausstellung VII

Nächste Woche Donnerstag, 29.3.2012 von 19-22 Uhr.

Mit neuem Look und Glanz

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KELLERAUSSTELLUNG VI

„Das Leben als solches ist nicht die Wirklichkeit. Wir sind es, die Steinen und Kieseln Leben verleihen.“ (Frederick Sommer)

Es ist keinesfalls hoch gepokert zu behaupten, es verginge kein Tag, an dem wir nicht der Fotografie begegnen. Vielleicht ist sie sogar das erste, was uns zu Augen kommt – sei es beim Sichten der Zeitung, dem Schweifen über die eigenen Zimmerwände oder spätestens der Blick aus dem Fenster. Die Fotografien sind vor uns wach und gehen nach uns ins Bett. Sie sind da, weil wir sie ausgesucht haben um unsere Welt zu konstituieren, eine Welt voller Persönlichkeit und Individualität. Aber auch eine Welt voller Stereotype und Trivialitäten, angereichert mit nivellierenden Potential. Der fotografische Kosmos ist die visuelle Ordnung unserer Welt geworden.

Man könnte nun behaupten es habe schon immer Bilder gegeben und diese haben schon immer unseren Blick auf die Welt gefärbt, doch kann man tatsächlich von einem entscheidenden Wandel sprechen, in anbetracht der Beobachtung wie aktiv wir durch die selbstständige Bildproduktion am Entstehen unserer symbolischen Welt teilhaben. Nie zuvor wurden so viele Bilder produziert wie heute – und das nicht von Künstlern sondern von Jedem. Ungeachtet dessen, ob diese Entwicklung nun evolutionär oder revolutionär ist: wir fotografieren gerne und werden gerne fotografiert.

Davon handelte nun die KELLERAUSSTELLUNG VI. Und so haben wir nicht nur Fotografien ausgestellt, sondern auch gemacht und machen lassen. Es galt sich in den verschiedenen Rollen – Betrachter/Rezipient, Fotografierter/Model und Fotograf/Autor – zu erproben, um zu entdecken was die Fotografie im Innersten zusammenhält. Vielleicht hätte Goethe das so nicht unterschrieben, aber es ist ein allgemeiner Hang zur Besetzung philosophischer Zitate mit fotografischem Vokabular („Ich fotografiere, also bin ich“) zu verzeichnen. Doch zurück zu des Pudels Kern, äh ich meine unserem Thema. Das Thema war KATHARSIS und ist dem gleichnamigen Buchtitel von Michael Meinicke geschuldet. Doch nicht nur deshalb haben wir die aristotelische Dramentheorie ins Heute getragen. Denn wenn uns etwas dazu anhält, Furcht oder Mitleid zu erfahren, uns von der Lebensechtheit der dargestellten Schicksale erregen zu lassen, wenn wir uns in irgendetwas hineinversetzen können und Identifikationsmechanismen in Gang treten– dann durch die Fotografie. Sie ist es, der wir unseren Glauben schenken, die uns von ihrer Echtheit überzeugt obwohl wir uns darüber bewusst sein dürften, dass von Indexikalität im Zeitalter der digitalen Fotografie nicht mehr die Rede sein dürfte. Sprich: obwohl wir wissen, dass alle Bilder potentiell verfälscht/bearbeitet sind. Nichts desto trotz lassen wir jeden Schritt unseres Lebens und Alltags durch die Fotografie beglaubigen.

Es ist soweit, wir glauben wieder an Geister.

Die Aktualität des Themas dürfte soweit auf Verständnis gestoßen sein, über Fotografie lässt sich endlos schreiben, endlos nachdenken. Unsere Ausstellung hat versucht einige Anregungspunkte zu geben: so konnten wir nicht nur Betrachter und Rezipienten spielen, sondern wurden zu Fotografen und Fotografierten. Wir begegneten der analogen und digitalen Fotografie, der selbst- und fremd Entwickelten und sogar Sofortbildern. Wir sahen  Fotografen, Maler, Grafiker, Fotolaboranten und Amateure die fotografieren. Und sogar private Bilder vergangener Zeiten, die uns eine Veränderung des (eigenen) Bildgebrauchs und dessen Funktionen vor Augen führten.

Wir dachten an ein neues Verhältnis von Kunst und Fotografie, wenn man bei einem unscharfen fotografischen Frauenakt an Gerhard Richter erinnert wird, wo doch Richters Arbeiten an Fotografien erinnern sollen. Wir dachten an die vielen „Amateurfotografen“, die durch zunehmende Professionalität Glanz gewinnen und an die Untersuchung ländlicher und städtischer Räume unter dem Heranziehen klassischer fotografischer Funktionen (Dokumentation). Wir dachten dann noch über Ästhetik nach und Strukturen. Über den fotografischen Blick und das Blickregime. Über die Fotografie als Religion und den unerschütterlichen Glauben, dem wir ihr beimessen – ein Phänomen, dass auch ein zentrales Thema der Kunst des 20. Jahrhunderts war, und ein zentrales Thema des 21. Jahrhunderts bleiben wird. Nur potenziert, digital, gespenstig.

 

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Katharsis – Verbale Faustschläge eines Social Beatnik

Unser ZwanzigZehn-Sprachrohr, der Kleinverlag Boombooks hat eine neue Veröffentlichung zu vermelden, das Jahrhundertwerk „Katharsis“, das achte Buch des hessischen Autoren Michael Meinicke.

„wir leben schnell wir sterben kurz wir atmen tief und gehen aus wir wissen das eine und handeln wie alle leben ist bewegung leben ist dasein […] es gibt ein vergnügen danach ein lachen zuletzt ein spruch der zerfetzt auf petrolleure! auf dynamiter! greift ein wir wollen länger lebendig sein als der lindwurm deutscher märchen […] o.k. billiregal steh auf stand up!“

 

 

 

LESEREISE:
27.1. Erdgeschoss Kaffeekultur / Wallstr. 15 Dresden / 20 Uhr
28.1. St. Pauli Salon / Hechtstr. 32 Dresden / 17 Uhr
23.2. Kellerlesung / Königsbrücker Str. 39 Dresden / 19 Uhr
24.2. Buchhandlung Böhlau / Leipziger Str. 28/ 19 Uhr

Michael Meinicke liest nun seit über 40 Jahren in Dresden. Anfangs als Ost- und nach seiner spektakulären Flucht im Kofferraum eines Autos 1978 als Westbürger Deutschlands. Seine Geschichte ist ähnlich turbulent wie sein neues Buch, saß er doch bereits zwei Jahre in Einzelhaft weil einige seiner Gedichte damals als staatsfeindlich eingestuft wurden. “Nicht systemkonform” schrieb das Feuilleton. Umso freier und aggressiver schmettert er sein neustes Werk daher.
„Katharsis“ – das klingt irgendwie nach einem Jahrhundertroman, es hat etwas Pathetisches. Nicht zuletzt, weil es die Dramentheorie Aristoteles zitiert, auf die der Roman im Rückschluss auch hinterfragt wird. Der Pathos versteckt sich im Anspruch der kathartischen Reinigung von Gefühlen wie Mitleid und Furcht deren Wirkung sich der Leser nicht nur unterziehen muss, sondern sich im Versuch wiederfindet diese zu kontrollieren. Es entsteht ein permanentes Spannungsverhältnis zwischen kritischer Konfrontation mit den Schrecken einer Gesellschaft und deren Dekonstruktion im Absurden und Humorvollen. Unterstützend wirken dabei stilistische Mittel, die den Roman in das Genre des Social Beat versetzten: fehlende Satzzeichen und eine Abkehr der Groß- und Kleinschreibung. Diese stilistische Monotonie steht in Konkurrenz zu den sich aller fünf Wörter transformierenden inhaltlichen Situation, die beschreibend, auffordernd und fragend die ganz großen Themen der Geistesgeschichte diskutiert.

 

Aber es sind auch die Gedanken seiner Generation, die Meinicke in hastender Schreibweise den Lesern auf einem nicht gerade silbernen Tablett präsentiert. Und trotzdem versprüht er eine unterschwellige und doch fühlbare Nostalgie, die aus seinen früheren Arbeiten schon bekannt sind und ihn am Ende als authentischen Zeitzeugen inszeniert. In seinen bisherigen Hauptwerken „Ostkreuz“ und „Westend/Teil 1“ lässt er uns fernab aller Normen die beiden Seiten des geteilten Himmels miterleben, ganze dreißig Jahre im Osten und dreißig Jahre im Westen. Verrückt, rasend und aufbegehrend – all dies findet in seiner neuen Publikation einen Höhepunkt. Und eigentlich auch einen neuen Rhythmus, der nicht als „Roman“ bezeichnet werden kann, ebenso wenig wie die Struktur des Buches selbst: so ist die adressiert „An das Mädchen im Sand“, besteht aus insgesamt 19 Texten, deren Überschriften ein Gedicht der süd-tiroler Schriftstellerin Kathrin Mayr nachzeichnen. Die Texte sind illustriert mit Fotografien des Berliner Künstlers Helmut Zielke, ein alter Freund von Meinicke, dessen Bildästethik mit den Texten verschmilzt.

Anlässlich der neuen Veröffentlichung finden in Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe ZwanzigZehn am 27. und 28. Januar , sowie am 24. und 25. Februar je eine Lesung statt, die es in sich hat, denn Meinicke liest selten mit Mikrofon und sitzt nicht, sondern schmettert seine Lyrik aus dem Stand seinem Publikum entgegen. Und keine Sorge, unnötige Gefühlsduselei wird strengstens vermieden – ganz im Sinne Aristoteles.

Michael Meinicke – Katharsis
ISBN 978-3-9815031-0-4

Presse, Infos, Leseprobe unter:
www.boombooks.de

www.michael-meinicke.de/

 

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Kopfkino für Trashliebhaber

Irgendwo in einem Café nahe der Grenze zu Mexiko trinken Freddie und sein Kollege Robert Kaffee. Sie reden viel, über dies und das, jenes und solches. Dabei auch über ihre Arbeit. Im Drogengeschäft. Es steht ein großer Deal an, mit einem Typ namens Big Fish. Dabei geht’s natürlich um Geld, viel Geld, und falls was schief geht auch um rollende Köpfe. Freddie macht den Mist schon etwa zehn Jahre. Er hat genug davon und bevorzugt es, den Rest seiner Tage anständig mit seiner Freundin irgendwo, ganz fern von der mexikanischen Grenze zu verbringen.  Leider offenbart sich dieser Traum als eine echte Herausforderung. Es beginnt eine aufregende Jagd um die Freiheit.

Mit „Rauchende Wölfe“ präsentiert Boombooks den Debütroman von Hagen Lippmann. Der Jungautor aus Dresden bedient sich in seiner Gangstergeschichte den Klischees der Filmindustrie, schafft somit gebrochene Stereotype und setzt die Bilder im Buch filmisch in Szene. Er vermischt Trivialität und Bedeutsamkeit in irrwitzigen Dialogen und erzeugt eine Welt, in der das Leben nicht mehr Wert ist als ein kalter Kaffee.

Ein Roman für Trashliebhaber, Gangsterfreunde und Terentino-Anhänger. Ab 1.12.2011 im Handel erhältlich. Wer noch mehr darüber erfahren will, sollte die Termine für die Lesungen im Auge behalten:

26.11. Premierelesung im Laika Dresden , untermalt mit genüsslicher Gitarrenmusik und visuellen Stimulanzen. Beginn 19:00 Uhr.

01.12. Lesung im Kellerclub Gag 18. Beginn 20:00 Uhr.

08.12. KELLERAUSSTELLUNG goes KELLERLESUNG. Lippmann liest in unserem Keller der Königsbrückerstraße 39. Für kuschlige Wärme sorgen ein Heizer und Glühwein 4 free (solange der Vorrat reicht)!

Wer’s verpasst, ist selber Schuld!

 

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Liebe Freunde, liebe Fremde!

Die Ausstellung „Die einzigen Fremden hier seid doch ihr!“ wurde erfolgreich eröffnet. Mit einer Performance von Valeria Drotskaja, die sich mit Folie, Mehl und Brot divergierenden Kulturen, Fremdbildern und ihrer eigenen Geschichte und Identität aussetzte. Mit einer umfangreichenden Eröffnungsrede von Prof. Dr. Marie-Luise Lange und natürlich auch mit Sekt und Wein (und Orangensaft). Mit vielen interessierten Gästen, die sich im Anschluss dem vielfältigen Festivalprogramm anschließen konnten und bei der Performance „Good Morning, Vietnam“ sogar noch ein wohlschmeckendes Abendessen bekamen.

Noch bis zum 6.11.2011 ist die Ausstellung zu besichtigen. Zudem gibt es ein grandioses Festival Programm, das man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. (http://www.hellerau.org/spielplan/fremd-8-festival-politik-im-freien-theater/)

Für ganz wenig Geld (7 Euro ist ja wohl nichts!) gibt es auch einen großartigen Katalog zu erwerben! Und wer es nicht mehr nach Hellerau oder ins Staatsschauspiel schafft kann dies unter http://www.boombooks.de/ nachholen.

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